Mit der Kürzung der Familienbeihilfe wurde einmal mehr deutlich, dass sich die soziale Lage der Studierenden weiter verschlechtert. Die sofortige und kompromisslose Rücknahme der Kürzungen im Bereich der Familienbeihilfe ist daher dringend notwendig. Darüber hinaus ist eine Verbesserung des bisherigen Stipendien- und Beihilfensystems erforderlich, um es treffsicherer, leistungsfördernder und vor allem sozial gerechter zu machen. Der Bezieherkreis von Studienbeihilfe muss schrittweise erweitert werden und im Fall der Überschreitungen gewisser Freibeträge soll der Anspruch auf Beihilfe nicht absolut sondern nur aliquot abgezogen werden. Geringes elterliches Einkommen darf den Studienerfolg nicht reduzieren beziehungsweise ihn nicht per se unmöglich machen. Parallel dazu sollen auch die leistungsbezogenen Förderungen ausgebaut werden, um erfolgreiche Studierende auch zu belohnen. Ziel all dieser Maßnahmen muss es sein, dass der Studienerfolg nicht von der Geldbörse, sondern vom eigenen Einsatz und dem persönlichen Erfolg abhängt.
Des Weiteren muss die Förderung für Studentenheime seitens der öffentlichen Hand weiterhin gewährleistet werden. Gerade für Kinder aus schwächeren Einkommensschichten ist ein günstiger Studentenheimplatz eine wichtige Unterstützung für das Leben während des Studiums. Heimplätze dürfen nicht aufgrund von fehlender öffentlicher Unterstützung teurer werden!