Wofür wir stehen

Wir hinterfragen unser unipolitisches Umfeld und darauf einwirkende bildungspolitische Veränderungen kritisch – aber konstruktiv – mit dem Ziel eines barrierefreien Studiums. Dies setzt voraus, dass wir Probleme nicht unter den Teppich kehren, sondern aktuelle Herausforderungen ansprechen und anpacken. Wir stehen für eine verantwortungsvolle ÖH mit konkreten Zielen, die ehrliche und realisierbare Hochschulpolitik im Sinne der Studierenden betreibt.

Realistische ECTS-Vergabe

Du hast dich vielleicht schon mal gefragt, warum du für eine Matheübung nur 1 ECTS bekommst für eine Vorlesung ohne nennenswerten Zeitaufwand aber 3 ECTS? Dies liegt daran, dass der tatsächliche Zeitaufwand kaum evaluiert wird. Der Lernaufwand, den Du zu Hause für die einzelnen Lehrveranstaltungen aufbringst, wird oft nicht adäquat berücksichtigt. Wir als AG TU setzen uns dafür ein, dass der Aufwand für deine Lehrveranstaltungen ständig evaluiert wird und die Erkenntnisse zu einer unmittelbaren Anpassung der ECTS-Punkte in Deinem Studium führen.

Digitale Lernunterlagen und Prüfungsvorbereitungen

Gerade in präsenzarmen Zeiten ist es schwierig, den Lehrveranstaltungen vollumfänglich zu folgen. Für eine ordentliche Vor- und Nachbereitung benötigt es daher oft Rückfragen gegenüber den Lehrenden. Momentan bieten einige Lehrende ihre aktuellen Lernunterlagen vollständig digital und kostenlos für die Studierenden an, wohingegen manche Lehrpersonen teilweise nur veraltete und/oder kostenpflichtige Unterlagen bereitstellen.

Wir, die AG TU, fordern daher, dass den Studierenden für alle aktuell abgehaltenen Lehrveranstaltungen aktuelle, digitale und kostenfreie Lernunterlagen, die eine geeignete Prüfungsvorbereitung ermöglichen, zur Verfügung gestellt werden.

Deine HTU – Deine Vertretung

Hast Du bereits Erfahrung damit gemacht, dass Prüfungen nicht gerecht bewertet wurden, dass zu wenig Zeit für diese zur Verfügung stand oder die Anforderungen zum Bestehen zu hoch waren? In diesen und vielen weiteren Fällen benötigst Du eine starke Studierendenvertretung, die konstruktiv, aber auch mit der gebotenen Durchsetzungsstärke, bei den jeweiligen Stellen für Deine Interessen eintritt. Als AG TU setzen wir auf eine nachhaltige und effiziente Zusammenarbeit mit dem Lehrkörper und den Organen der TU Wien.

Die ÖH an der TU (HTU) weist in eben diesen Bereichen der Vertretungsarbeit massive Defizite auf. Sowohl in der Interessenvertretung als auch in Kommunikation hat die HTU noch sehr viel Nachholbedarf, denn: Wer laut sein will, muss auch zuhören können!

Mehr Flexibilität im Studium

Falls Studierende mal bei einer Übung hängen bleiben, kann es leicht passieren, dass sie ein ganzes Jahr verlieren und durch die Anhäufung von Übungen vor einem sehr herausfordernden Semester stehen. Um mehr Flexibilität im Studium haben zu können, soll es die Möglichkeit einer Sommer- und Winteruni geben. In den Ferien zwischen den zwei Semestern können dadurch Studierende nicht geschaffte Übungen nachholen und bei Bedarf nicht verstandenen Inhalt wiederholen. Dies trägt zu einer deutlichen Entlastung der Kurse während der regulären Studienzeit bei und ermöglicht außerdem einen schnelleren Studienabschluss.

Damit dieses Projekt nicht an der Finanzierung scheitert, haben wir Konzepte entwickelt und uns auch an anderen Hochschulen erkundigt, die Sommer- und Winteruni betreiben. Sowohl an der Wirtschaftsuniversität Wien als auch am Juridicum hat sich das gut etabliert und wird von den Studierenden sehr gut angenommen. Eines ist klar: Die Umsetzung an der TU ist möglich und dringend notwendig!

Herausforderungen der Zukunft

Die Corona-Pandemie hat viele Herausforderungen und Verbesserungspotentiale an der TU aufgezeigt und klar gemacht, dass wir uns in vielen Bereichen bereits anpassen konnten, aber andererseits auch noch viel Nachholbedarf besteht. Um für die Aufgaben der Zukunft gewappnet zu sein, müssen wir die Erkenntnisse und Lehren der vergangenen Zeit aufbereiten und evaluieren, um positive Veränderungen mitzunehmen. Denn nur wenn die TU aus ihren Fehlern und Defiziten lernt, kann sie sich stets weiterentwickeln!

Mehr Raum zum Lernen

Vor allem in lernintensiven Phasen müssen ausreichend Lernplätze zur Verfügung gestellt werden. Dies kann nicht nur durch Schaffung von neuen dedizierten Lernplätzen, sondern auch durch das Öffnen von nicht belegten Seminarräumen oder ähnlichen Räumen geschehen. Neben dem Besuch von Kursen und Seminaren müssen Studierende an der TU nämlich auch die Möglichkeit haben, Lernplätze in adäquater Kapazität und mit moderner Ausstattung zu nutzen. Auch Lerngruppen sollen am Hochschulstandort ihren Platz finden können. Darüber hinaus sollen Aufenthalts- bzw. Ruheräume die Chance bieten, sich mit Studienkolleg_innen auszutauschen und einen Ausgleich zum Lernalltag schaffen.

In diesem Bereich hat es schon die ersten Bemühungen durch das „Zentrales Lehr- und Lernressourcenmanagement“ gegeben. Diese Bestrebungen müssen aber unbedingt auch nach der Pandemie weiterverfolgt und vertieft werden.